Katzen

Kitty Kolumna – Wie führe ich Katzen zusammen Teil 2

15. Dezember 2018
Kitty Kolumna – Katzenzusammenführung Teil 2

Wie ich euch bereits angekündigt hatte, wird die liebe Kathrin von Cat Emotion meinen Blog mit einer kleinen Kolumne rund um die süßen Fellnasen bereichern.

In ihrem ersten Beitrag (Kitty Kolumna – Wie führe ich Katzen zusammen Teil 1) hat sie euch schon Tipps gegeben, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, bevor ihr eine Katze adoptiert. Nun stellt sich die Frage, ob ihr einem oder gleich mehreren Tierchen ein Zuhause geben wollt.  Findet heraus, was dafür bzw. dagegen spricht, indem ihr weiterlest – ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!

Kathrin Zimmermann Cat Emotion

Wenn Sie noch keine Katzen haben rate ich Ihnen gleich zwei Katzen ein neues Zuhause zu bieten. Zum Beispiel könnten es Geschwister aus einer seriösen Zucht oder aus dem Tierschutz sein. Die jungen Kätzchen sollten mindestens bis zur 12. Lebenswoche bei ihrer Mutter und mit den Geschwistern aufwachsen. In dieser Zeit lernen sie alles Wichtige über das Sozialverhalten.

 

Welches Pärchen am besten zueinander passt finden Sie durch intensives Beobachten heraus:

  • Welche Katzen liegen oft beeinander und putzen sich vielleicht sogar?
  • Welche Katzen spielen häufig zusammen?
  • Achtung bei Kater-Katze-Konstellationen: Kater spielen oft wilder und ruppiger miteinander als Kätzinnen. Im Kitten-Alter fällt dies meist noch nicht auf, oft kippt die Stimmung aber nach einiger Zeit.

Wer sich lieber nach einem erwachsenen Pärchen umschauen möchte, der findet im Tierschutz immer wieder Katzen die hier entweder als Paar aufgenommen wurden, oder aber sich dort kennengelernt haben und sich sehr gut verstehen.

Es gibt auch Katzen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nur noch als Einzelkatze vermittelt werden können oder sollten (zum Beispiel jahrelange Mobbing-Opfer, nicht sozialisierte Katzen, etc.). Hier gilt es immer den Einzelfall zu prüfen. Aus meiner Sicht sollte man diesen Katzen nicht auf biegen und brechen eine Vergesellschaftung zumuten.

Große Katzengruppen mit vier oder mehr Tieren in einem Haushalt: Ja die gibt es und manchmal leben diese auch friedlich zusammen, gerade wenn es sehr soziale Tiere sind.

Aus meiner Praxis kann ich allerdings berichten, dass je mehr Katzen zusammen auf begrenztem Raum leben, das Konfliktpotential beträchtlich steigt und es meist eine Katze gibt die sich nicht wirklich wohl fühlt. Sabine Schroll, eine bekannte Verhaltenstierärtztin warnt: „In einem Haushalt mit fünf Katzen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine Katze mit Harn markiert, bei 75 Prozent. Bei zehn Katzen steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 100 Prozent.“

Mein Tipp:

  • Passendes Raumangebot: Halten Sie nicht mehr Katzen, wie Ihnen Räume zur Verfügung stehen. So kann gewährleistet werden, dass sich jede Katze bei Bedarf auch einmal ganz zurückziehen kann. Sollte das Raumangebot nicht ausreichend sein stellen Sie sich die Frage, ob Sie eventuell durch geschickt gestaltete Möglichkeiten der dritten Dimension (Höhe) zusätzlichen Platzbedarf schaffen können.
  • Nicht mehr Katzen als verfügbare Hände zum Streicheln da sind: Sie als Mensch sind in den Augen Ihrer Katze ebenfalls eine wichtige Ressource!
  • Wie ihr ja wisst, bin ich selbst zweifache Katzen-Mama. Meine Fellnasen habe ich auf unterschiedlichen Wegen gefunden und kann euch aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es war gar nicht so leicht war, die zwei Süßen zu Vergesellschaften. Jetzt verstehen sie sich zum Glück richtig gut und haben sich sehr lieb.

Mit den Tipps aus Kathrins nächstem Beitrag könnt ihr erfahren, was es zu beachten gibt, wenn ihr einen neuen Katzenkumpel zu einer bereits bestehenden Katzengruppe dazuholen möchtet. Ich freue mich, wenn ihr weiterlesen wollt.

Allerliebst, Simone.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Webseite einverstanden.